Tennis

Talentförderprojekt Tennis

Das Talentförderprojekt Tennis wurde 1999 im Rahmen des hessischen Landesprogramms „Talentsuche – Talentförderung“ ins Leben gerufen und der Gutenbergschule als einer der beiden Wiesbadener Partnerschulen des Leistungssports zugeordnet.

Ziel des Projekts ist es, den Kindern und Jugendlichen den Einstieg in ein leistungsportliches Training zu ermöglichen und dieses pädagogisch verantwortungsvoll zu begleiten. Schulische und sportliche Belange sollen also bestmöglich miteinander kombiniert werden.

Für die Durchführung der Trainingsmaßnahmen sind sogenannte Lehrer-Trainer/innen beauftragt, die einerseits als Pädagogen, andererseits als hochqualifizierte Trainer im Einsatz sind. Vom Beginn des Projekts bis 2009 hatte zuerst DTB A-Trainer Guido Fratzke, dem heutigen Bundestrainer für Ausbildung, die Stelle inne. Seit 2009 leitet mit Christina Wolf eine weitere DTB A-Trainerin die Geschicke.

Training

Im Rahmen des Talentförderprojekts Tennis werden talentierte Kinder und Jugendliche im Raum Wiesbaden verstärkt gefördert.

Am Nachmittag findet das Training der Talentfördergruppen (TFG) sowie der Leistungsgruppen (LG) statt. Neben dem Tennis- und Athletiktraining auf dem Tennisplatz gehören der gemeinsame Mittagstisch sowie eine Hausaufgabenbetreuung zum Programm. Die Kinder werden hier bereits auf eine spätere sportliche Karriere mit hohen Trainingsumfängen und Wettkampfteilnahmen vorbereitet. Im sportlichen Training liegt der Fokus vor allem bei den Jüngeren auf einer vielseitigen koordinativen motorischen Ausbildung, die die Grundlage für eine spätere Spezialisierung bildet. Je älter die Kinder werden, desto mehr rücken nach und nach speziellere Trainingsinhalte und -elemente in den Vordergrund. Am Vormittag trainieren die Tennisspieler und –spielerinnen der Talentförderung, die der Sportklasse der Gutenbergschule angehören, in ihrer Doppelstunde Sport bei ihrem/r Lehrer-Trainer/in. In den Sommermonaten findet das Training auf den Tennisplätzen des VfR Wiesbaden statt, in den Wintermonaten in der Sporthalle mit tennisspezifischem Athletiktraining.

Zusätzlich zu dieser Förderung im Rahmen des Schulprojekts werden die Kinder entsprechend ihrer Eignung in die Strukturen des Verbandes (Kreis-, Bezirks- oder Landeskader) integriert.

Erfolge

Die geförderten Schülerinnen und Schüler des Talentförderprojekts Tennis konnten in den vergangenen Jahren viele individuelle Titel bei Meisterschaften gewinnen und ebenso gute Erfolge bei Teamwettbewerben erzielen.

  • 2013:
    Gutenbergschule gewinnt bei „Jugend trainiert für Olympia“ den Landesentscheid in der WK IV gemischt
  • 2014:
    Gutenbergschule gewinnt bei „Jugend trainiert für Olympia“ den Landesentscheid in der WK IV gemischt
  • 2014:
    Niklas Schell wird Deutscher Hallenmeister im Einzel U16
  • 2015:
    Niklas Schell wird Deutscher Hallenmeister im Einzel und Doppel U16
  • 2016:
    Filip Antonijevic wird Hessischer Vizemeister U10
  • 2017:
    Gutenbergschule gewinnt bei „Jugend trainiert für Olympia“ den Landesentscheid in der WK II gemischt
  • 2018:
    Filip Antonijevic wird Hessischer Vizemeister U12
  • 2018:
    Gutenbergschule gewinnt bei „Jugend trainiert für Olympia“ den Landesentscheid in der WK III männlich und belegt beim Bundesfinale in Berlin den 7. Platz
  • 2019:
    Filip Antonijevic wird Hessischer Vizemeister U13
  • 2020:
    Daniel Grey wird Hessischer Vizemeister U18

  • Erwähnenswert ist ebenso, dass einige Spieler der Talentförderung Tennis nach ihrem Abitur an der Gutenbergschule ein Sportstipendium an einer der amerikanischen Universitäten erhalten haben. So zog es Thassilo von Eysmondt (Abitur 2018), Luca Kirchhoff (2019) und Daniel Grey (2020) zum Studium in die USA, wo sie neben ihrer beruflichen Ausbildung auch weiterhin intensiv trainieren und ihre sportlichen Ziele verfolgen können.

Partner

Das Talentförderprojekt Tennis basiert auf dem hessischen Landesprogramm „Talentsuche – Talentförderung“, welches das Hessische Kultusministerium und der Landessportbund Hessen mit seinen Fachverbänden, hier also dem Hessischen Tennis-Verband, initiiert und 1999 auf den Weg gebracht hat.

Die Maßnahmen des Programms werden von den Staatlichen Schulämtern koordiniert und von den Partnerschulen des Leistungssports vor Ort umgesetzt. Die Sportart Tennis wurde der Gutenbergschule als einer der beiden Wiesbadener Partnerschulen des Leistungssports zugeordnet.

Der Hessische Tennis-Verband ist neben der Umsetzung des Konzepts für die Zusammenarbeit mit der zuständigen Lehrer-Trainerin sowie die Ausschreibung des Schulwettbewerbs Jugend trainiert für Olympia zuständig. Hauptkooperationspartner ist der Tennisbezirk Wiesbaden, der die Kinder bei entsprechender Eignung in das Förderprogramm des Verbandes integriert.