Shakespeares Frauenfiguren: Theater in der Projektwoche

Im Rahmen der Projektwoche 2026 arbeitete die Theater-AG English Theatre (Frau Scherf) in Kooperation mit Shakespeare Frankfurt (Melanie Kenny) zu ikonischen Frauenfiguren in Shakespeares Theaterstücken und setzte einzelne Szenen aus verschiedenen Tragödien und Komödien in Szene. Zu diesem Zweck trafen die Schülerinnen dieses Projekts eine Auswahl an Figuren und Szenen.

Video zum Theaterprojekt:

https://drive.google.com/drive/folders/1J0l4zGxgMyWc6lATqe8j0PwM8R7zOmdU

 

Die Schülerinnen inszenierten die leidenschaftlich liebende Julia (Romeo und Julia) ebenso wie die aufrichtig liebende Ophelia (Hamlet), die an den Erwartungen des Vaters und der Eifersucht des fehlgeleiteten Ehemanns zerbricht und zum Opfer von Intrigen wird. Auch Hermia (Ein Sommernachtstraum), eine selbstbestimmte Rebellin, die sich der patriarchalen Anordnung zur Eheschließung widersetzt und flieht, wurde inszeniert. Besondere Interesse fand Viola (Was ihr wollt), eine androgyne Strategin. Sie nutzt die Verkleidung als Mann. In ihrer Hosenrolle entdeckt sie die Komplexität der Geschlechterrollen ebenso wie ihre eigene Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit als Frau in einer Männerrolle.

Die zentralen Themen der Figuren, Unterdrückung und Rebellion, Identität und Maskerade zur Erlangung von Freiheit, bedingungslose Liebe als radikaler Akt der Selbstbestimmung angesichts einer Welt, in der Frauen in den Machtspielen der machtbesessenen Welt zum Opfer werden können.

In der intensiven Auseinandersetzung mit den Texten, Shakespeares Sprache und den komplexen Figuren und eigenen Vorstellungen von der Rolle der Frau konnten die Schülerinnen sich ihre theatrale Umsetzung der Figuren erarbeiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie wählten verschiedene Schauplätze für die Figuren auf dem Schulgelände oder in der Nähe der Schule. Eigene Ideen zu Kostüm, Requisite, Schminkmaske und gestisch-mimischer  Interpretation fanden eine jeweils sehr individuelle und eigenständige theatrale Umsetzung.

Die gespielten Szenen wurden intensiv geprobt und anschließend in einem Video festgehalten. (siehe Link.)

Besondere Unterstützung erhielten sie in der Umsetzung ihrer Ideen durch die professionelle Schauspielerin Melanie Kenny. Die aus Frankfurt stammende, irische Schauspielerin ist festes Ensemblemitglied  Shakespeare Frankfurt.

Teilnehmerinnen des Projekts:  Helene Bieniek, Duru Kuntay und Ela Ueste.

 

Heike Scherf